Auf modernen Linux-Desktop-Systemen mit XFCE kann es vorkommen, dass upower keinen Akku findet. Das virtuelle DisplayDevice wird dadurch mit einem Ladezustand von 0 % angelegt und XFCE zeigt beim Anmelden eine oder mehrere Akkuwarnungen an.
Auf der Suche nach einer Lösung haben wir verschiedene Dinge getestet. Das Hinzufügen von „NoDisplayDevice=true“ in der /etc/UPower/UPower.conf brachte ebenso wenig Linderung wie das Hinzufügen eines Blocks:
[[block]]
block = "battery"
driver = "upower"
device = "DisplayDevice"
allow_missing = true
hide_missing = true
Auch eine udev-Regel in /etc/udev/rules.d/99-remove-battery.rules brachte nicht das gewünschte Ergebnis:
Die Akkuwarnung erschien nach wie vor zuverlässig und nervig bei jedem Anmelden.
Die zündende Idee hatte Vincent Schweiger aus unserem Haus, der kurzerhand einfach ein Kernel-Modul geschrieben hat, das dem System eine geladene Fake-Batterie vorgaukelt.
Das Ganze wird als DKMS-Modul bereitgestellt. Dadurch wird das Modul bei der Installation eines neuen Kernels automatisch für die jeweilige Kernel-Version gebaut.
Das Projekt ist nun Open Source und steht hier zum Download zur Verfügung, inklusive einer Anleitung zum Kompilieren:
https://git.getcom.de/getcom/fake-battery-linux
Mit upower -d sieht die Ausgabe nun folgendermaßen aus:
Damit wird dem Desktop-System nun ein vollständig geladener Akku präsentiert – obwohl der Rechner tatsächlich über keinerlei Akku verfügt.
Das Ergebnis kann sich sehen lassen:




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